Studien - Written by ulrike reinhard on Montag, September 28, 2009 20:03 - 0 Comments

Vom „Was“ zum „Wie“ – Forum Demographischer Wandel

Die Lebenserwartung in unserer Gesellschaft wächst. Die Geburtenzahlen sind in den letzten Jahrzehnten massiv gesunken, was in absehbarer Zeit zu einem Rückgang der Bevölkerungszahl führen wird. Zugleich hat – vor allem in Folge der Zuwanderung – die ethnische und kulturelle Heterogenität in unserem Land zugenommen. Alterung, Schrumpfung und wachsende Vielfalt – das sind die wichtigsten Entwicklungslinien des demographischen Wandels. Bekannt sind sie schon lange, aber die Bereitschaft, sich seinen Herausforderungen zu stellen, Konsequenzen daraus zu ziehen und die Chancen zu nutzen, die der Wandel ebenfalls bietet, war bislang in Deutschland nicht sonderlich ausgeprägt.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundespräsident im Jahr 2005 in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung das Forum Demographischer Wandel gegründet. Neben der Verdeutlichung von Wirkungszusammenhängen und der Präsentation und Vernetzung guter Beispiele für den Umgang mit dem demographischen Wandel bestand ein wesentliches Ziel des Forums darin, Problembewusstsein zu schaffen: in Politik, Wirtschaft und bei allen gesellschaftlich relevanten Gruppen. Denn Alterung, Schrumpfung und wachsende Heterogenität unserer Gesellschaft betreffen alle Mitglieder und alle Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders: Die Familien, die auf gute Voraussetzungen für ein Leben mit Kindern angewiesen sind. Das Bildungswesen, das dafür sorgen muss, dass jedes Kind die bestmöglichen Startvoraussetzungen erhält und dass auch Erwachsene bis ins hohe Alter weiter lernen können. Und schließlich alle gesellschaftlichen Institutionen, die einen Beitrag dazu leisten können, dass Vielfalt als Gewinn erlebt werden kann. In diesen und vielen anderen Bereichen wirkt der demographische Wandel als Katalysator, der den Handlungsdruck erhöht.

Das Forum Demographischer Wandel hat in den vergangenen vier Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung dieser Prozesse geleistet. Was geschehen muss, um den Wandel positiv zu gestalten – darüber konnte im Rahmen des Forums im Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen weitgehend Einigkeit erzielt werden. Als Beispiele seien die Förderung und Nutzung der individuellen Potenziale durch bessere Bildung für alle, die Schaffung eines gesellschaftlichen Miteinanders durch Integration aller ethnischen und sozialen Gruppen und die Bereitstellung familienergänzender und -unterstützender Maßnahmen und Strukturen genannt. Offen blieb dagegen in manchen Fällen die Frage nach der Dringlichkeit und Tiefe der erforderlichen Maßnahmen.

Der vollstaendige Hintergrundbericht ist hier.

Hintergrundpapier AK FDW Final Korr





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